Im Blickpunkt
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„Women Football in Tanzania and Germany“

Wie wir bereits in unserem letzten Beitrag berichteten, startete im Sommer 2019 der Fußball-Austausch zum Thema ‚Gender Equality‘ zwischen den Simba Queens vom Simba SC aus Dar Es Salaam und einer Gruppe Fußball-Frauen des FC St. Pauli. Beide Teams setzen sich während des Projektverlaufs mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft und im Sport in unterschiedlichen Workshops auseinander und bei den gegenseitigen Besuchen wird natürlich zusammen gekickt. Nach dem Hamburg-Besuch der Simba Queens im Juli 2019, stand im März 2020 nun endlich unser Rückbesuch in Tansania an. Wir konnten es kaum erwarten, das Team wiederzutreffen und ganz viele Eindrücke in Tansania zu sammeln.

Nach der langen Reise wurden wir herzlich von den Simba Queens am Flughafen in Dar Es Salaam empfangen. Jeder darauffolgende Tag war ein neues Abenteuer. Gemeinsam haben wir das Goethe-Institut und das National Museum besucht, um etwas über die Geschichte von Tansania und Deutschland zu lernen. Wir waren im ausverkauften Stadion beim Stadtderby und im weniger vollen Stadion zum U17-Frauen-Länderspiel Uganda gegen Tansania. Wir haben uns verschiedene soziale Projekte angesehen, wie z.B. eine Sportförderung für Kinder auf Sansibar, nebenbei den Trainings-Alltag der Simba Queens kennengelernt, bei einem Punktspiel im strömenden Regen supported und Freundschaften geknüpft. Dabei haben wir auch ein paar Brocken Suaheli gelernt und natürlich wurde auch viel Fußball gespielt. Dafür brennen wir schließlich alle und es verbindet uns über die sprachlichen Barrieren hinaus.  



Nebst den kulturellen Eindrücken und vielen Aktivitäten haben wir auch feststellen können, dass Frauen in Tansania das Bewusstsein haben, ihren eigenen Weg zu gehen und es dort viele politisch aktive Frauen gibt, die sich unter anderem für Frauenquoten einsetzen. Gleichzeitig muss dort, so wie in Deutschland, noch einiges passieren, bis Profi-Fußballspielerinnen vom Sport leben können.

Auch einige der Simba Queens haben sich am Ende des Austausches noch bestärkter gefühlt aufzustehen, um ihre Meinung zu äußern. Als Sportlerinnen so einen Rahmen nutzen zu können und auch mal über den Fußball hinaus zusammenzukommen, sich auszutauschen und gegenseitig zu supporten, davon haben wir alle sehr profitiert. Wir hoffen, dass wir auch nach außen tragen konnten, wie wichtig die Anerkennung und Förderung von Frauen, besonders in männlich dominierten Sportarten, und wie relevant das Ziel von Gender Equality im Sport weiterhin ist.



Die erlebte Zeit in Worte zu fassen, ist unglaublich schwierig und eigentlich gar nicht möglich. Beim Erzählen merkt man schnell, dass es für vieles Erlebte keine beschreibenden Worte gibt, die dem gerecht werden. Wir können aber definitiv sagen, dass wir alle unglaublich dankbar sind, Teil dieses Austausches gewesen zu sein, bzw. es immer noch sind. Wir möchten uns herzlich bei der AFM für den Support bedanken und auch bei allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Asante!  

Folgt uns gerne auf Facebook. Da gibt es noch eine Menge an ausführlicheren Berichten und Bildern zu unserer Reise.

  Fotos: Ariane Gramelspacher