Im Blickpunkt
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DIE HALBZEITBILANZ UNSERER MANNSCHAFTEN

Die Schachabteilung nimmt mit 10 Mannschaften an den Meisterschaften teil. Es existieren 3 überregionale Ligen: Die eingleisige Bundesliga, die viergleisige 2. Bundesliga und die zehngleisige Oberliga. Unsere Ligamannschaft spielt ihr zweites Jahr in der 2. Bundesliga. Sie ist mit einigen Ambitionen in die Liga gestartet. Aber ebenso wie im Fußball gilt auch im Schach: In der 2. Liga kann jeder jeden schlagen.

Nach 5 von 9 Wettkämpfen stand unser Team mit 4:6 Punkten im Mittelfeld. Die Saison begann ausgesprochen unglücklich: In der 1. Runde verloren wir leider das Lokalderby gegen den Hamburger SK ganz knapp mit 3,5:4,5. Und nach dem schon als Pflichtsieg einzustufenden 5:3 gegen das Schlusslicht Turm Kiel setzte es gegen Werder Bremen die nächste Niederlage. Am Doppelspieltag in Berlin gab es einen Sieg gegen die starke Mannschaft von Glückauf Rüdersdorf und eine Niederlage gegen die Schachfreunde Berlin.

Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest: Mit dem Aufstieg sollten wir dieses Jahr nun definitiv nichts mehr zu tun haben. Im Gegenteil: Wir mussten in den verbleibenden vier Wettkämpfen tatsächlich noch einige Punkte sammeln, um nicht in ernsthafte Abstiegsgefahr zu geraten. Wir mussten noch gegen die beiden scheinbar übermächtigen Mannschaften aus Tegel und Zehlendorf antreten, zunächst standen aber auch zwei lösbare Aufgaben in unseren Heimspielen gegen Magdeburg und Potsdam an.

Niemand siegt am Millerntor?

Im Ballsaal traten wir am Sonnabend (8.2.) gegen Magdeburg an. Das Stadion war nahezu ausverkauft, jedenfalls für Schachverhältnisse. Leider sprang der durch die Schach-Ultrás ausgelöste Funke der Begeisterung nicht so wirklich auf unsere Mannschaft über, wir verloren letztlich doch relativ hoch mit 3:5 gegen den direkten Konkurrenten. Da konnte dann leider auch der Heimsieg gegen Potsdam am Sonntag nicht abwenden, dass wir uns der Abstiegszone dramatisch annäherten.

Jetzt müssen unsere Jungs und Mädels eben in den beiden Duellen gegen die Berliner Spitzenteams die Kartoffeln aus dem Feuer holen. Ein nicht nur schwacher Trost: Heutzutage gibt es ja für alles Apps und Tools. Und die statistische Wahrscheinlichkeit, dass wir die 2. Bundesliga halten, liegt bei 43 %.

Landesliga

 

Wesentlich erfreulicher stehen allerdings unsere beiden Mannschaften in der Landesliga (4. Liga) da. In dieser höchsten Hamburger Staffel wird der Stadtmeister ermittelt. Mit 12:2 Punkten liegt unsere 3. Mannschaft punktgleich mit Spitzenreiter Johanneum Eppendorf nur auf dem zweiten Tabellenplatz, weil vier Brettpunkte weniger geholt wurden. Knapp dahinter lauert auf Platz 3 unsere 2. Mannschaft mit 10:4 Punkten. Beide Teams haben noch gute Chancen, den begehrten Stadtmeister-Pokal ans Millerntor zu holen (Stand 3.3.2020). Die 2. Mannschaft tritt am Sonnabend (4.4., 11 Uhr) bei Weisse Dame an (Gustav-Falke-Strasse 21a). Zeitgleich muss FC St. Pauli III nach Marmstorf (Langenbeker Weg 1c).


Die Wettkämpfe in den vier weiteren Ligen (Stadtliga, Bezirksliga, Kreisliga, Kreisklasse) haben erst im Januar begonnen. Unsere sieben dort spielenden Teams haben also jeweils erst zwei Wettkämpfe bestritten. Für eine Bilanz ist es dort noch zu früh.

Und dennoch: Stadtmeister!

Genau. Und zwar im Blitzschach. Das ist eine Variante, in der jeder Spieler nur 5 Minuten Bedenkzeit für die ganze Partie hat. Bei den Hamburger Meisterschaften traten wir mit 2 Mannschaften an. Unser Spitzenteam in der Besetzung Jonah Krause, Benedict Krause, Frank Sawatzki und Can Ertan gewann alle 10 Wettkämpfe und wurde souverän Hamburger Meister vor den Schachfreuden Hamburg und unserer 2. Mannschaft.